Das Floor-Gateway PRO ermöglicht es Smart-Heat-OS, die fortschrittlichste Art Fußbodenheizungen zu regeln nochmals auf ein bedeutend höheres Level zu heben.

  • Einzelraumregelung mit automatischem hydraulischen Abgleich für bis zu 14 Heizschleifen pro Gateway.
  • Ansteuerung von proportional-Stellantrieben (Steuerspannung 0-10V)
  • es kann eine beliebige Anzahl an Gateways zu einem System zusammengefasst werden.
  • Anschluss von bis zu 30 Temperatursensoren.
  • Bauform für Hutschienenmontage im Elektroverteiler.
  • Befestigungslaschen für die Montage im Heizkreisverteiler.
  • Integrierte Spannungsversorgung (kein externes Netzteil notwendig).
  • LAN-Anschluss.
  • Plug & Play: Verbindet automatisch ins Internet.
  • Abmessungen: 157x86x60mm (T9 Gehäuse)
  • zur Anleitung

Das Floor-Gateway PRO und die zugehörigen Funktionen in Smart-Heat-OS wurden entwickelt, um kompromisslos die ultimative Regelqualität für Fußbodenheizungen zu erreichen. Zusätzlich zu leistungsstarken Smart-Heat-OS Technologien, wie der Steuerung nach Wettervorhersage, der Berücksichtigung der Heizkreis-Rücklauftemperaturen oder den raumindividuellen Heizstrategien des FBH-Genius, werden durch die stufenlose Ansteuerung der zugehörigen PRO-Stellantriebe drei weitere fortschrittliche Funktionen möglich.

PRO-Funktion 1: Automatischer statischer hydraulischer Abgleich
Smart-Heat-OS erstellt in einem definierten Ablauf, bei dem zunächst alle Heizschleifen für 2 Stunden geöffnet werden, einen statischen hydraulischen Abgleich. Dabei werden alle Heizkreisverteiler des Gebäudes gleichzeitig einbezogen. Smart-Heat-OS erstellt also einen Gesamtabgleich aller Heizschleifen im Gebäude. Dadurch werden auch die Heizkreisverteiler untereinander zu 100% valide abgeglichen. Aufgrund der frei skalierbaren Systemarchitektur von Controme gibt es dabei keine Grenzen bei der Gebäudegröße oder der Anzahl der Heizkreisverteiler.

Das gesamte System ist BAFA-Förderfähig und Sie erhalten nach der Durchführung und Dokumentation des hydraulischen Abgleichs eine 30%ige Rückerstattung des Kaufpreises auf das gesamte Controme System.

Hinweise:

  • Alle Durchflussmengenbegrenzer müssen vor dem Start des statischen hydraulischen Abgleichs maximal geöffnet sein, damit die Maximaldurchfluss-Regelung (siehe unter “PRO-Funktion 3”) bestmöglich ausgenutzt werden kann.
  • Die stufenlose Ansteuerung der Stellantriebe, sowie alle drei PRO-Funktionen sind nur möglich, wenn Smart-Heat-OS fundierte Rückschlüsse auf die Energiemenge im Fußboden ziehen kann. Zusätzlich zu den Raumtemperatursensoren müssen deshalb obligatorisch Temperatursensoren am Rücklauf jeder Heizschleife der Fußbodenheizung angebracht werden.
  • Die initiale Durchführung des statischen Abgleichs ist zwingend notwendig. Smart-Heat-OS lernt dadurch die Verhältnisse der einzelnen Heizschleifen untereinander kennen und kann dadurch beim dynamischen hydraulischen Abgleich und bei der Maximaldurchfluss-Regelung in Initial-Situationen zielgerichtet vorgehen.

PRO-Funktion 2: Dynamischer hydraulischer Abgleich
Beim zuvor beschriebenen statischen hydraulischen Abgleich ging es darum, die Verhältnisse der einzelnen Heizschleifen untereinander zu ermitteln. Smart-Heat-OS hat dadurch in Initial-Aktionen eine fundierte Information über jede Heizschleife.

Beim dynamischen hydraulischen Abgleich werden situationsbedingte Informationen mit einbezogen. Mithilfe eines ausgefeilten Regelalgorithmus werden dadurch die Durchflüsse aller Heizschleifen auf die aktuelle Betriebssituation angepasst.

  • Beim dynamischen hydraulischen Abgleich ist nicht immer der gleichberechtigte Durchfluss aller Heizschleifen maßgeblich. Die Rücklauftemperaturen von Räumen, die sich in der Aufheizphase befinden, jedoch bereits nahe an ihrer Zieltemperatur sind, werden z.B. gedrosselt, sodass ein Überschwingen verhindert wird.
  • Der dynamische Abgleich gleicht durch unterschiedliche Außentemperaturen verursachte Wärmeanforderungen der Räume aus. So reagiert z.B. ein Wohnzimmer mit großen Fensterflächen und 3 Außenwänden sehr viel stärker auf kältere Außentemperaturen, als ein innenliegender Raum. Bezogen auf dieses Beispiel sorgt der dynamische Abgleich dafür, dass das beschriebene Wohnzimmer bei kalten Außentemperaturen im Verhältnis mehr Durchfluss bekommt, als bei milden Außentemperaturen.

Kurzum: Der dynamische Abgleich sorgt dafür, dass jede Heizschleife der Fußbodenheizung im Gebäude zu jedem Zeitpunkt mit der richtigen Energiemenge versorgt wird. Bei jeder Änderung der Betriebssituation gleicht sich das System in kürzester Zeit automatisch wieder optimal ab.

PRO-Funktion 3: Maximaldurchfluss-Regelung zur intelligenten Schnellaufheizung
Bereits der zuvor beschriebene dynamische hydraulischen Abgleich für sich genommen ist in dieser Form marktweit vollkommen einzigartig und hebt das Floor-Gateway PRO auf ein Level, dass es wohl nie zuvor gab. Mit der Maximaldurchfluss-Regelung verschiebt Smart-Heat-OS die Grenzen des bisher möglichen nochmals einen bemerkenswert großen Schritt.

Die Maximaldurchfluss-Regelung stellt zu jeder Betriebssituation den maximal möglichen Durchfluss bei jeder Heizschleife ein. Ein innovativer Regelalgorithmus berücksichtigt dabei alle aktuellen Betriebsinformationen und entscheidet intelligent für jede einzelne Heizschleife, ob ein Ventil über den im statischen hydraulischen Abgleich ermittelten Maximalwert geöffnet werden soll und kann. Smart-Heat OS stellt stellt dabei gleichzeitig immer die Versorgung aller anderen Räume sicher.

Der Effekt: Durch die Funktion können in vielen Fällen die Aufheizzeiten bemerkenswert stark verkürzt werden.

Die Auswirkung der Funktion illustriert sich an nachfolgenden Beispielen:

Fallbeispiel 1 - Nur 1 Raum Wärmebedarf
Die im statischen hydraulischen Abgleich ermittelte Ventilöffnung für Bad ist 55%. Tritt die Situation ein, dass ausschließlich das Bad Wärmebedarf hat (nicht zu selten!), wird das Ventil im Bad in der Aufheizphase von Smart-Heat-OS zu 100% geöffnet.

Dadurch erhält in der Aufheizphase das Bad fast die doppelte Wärmemenge!

Fallbeispiel 2 - 4 Räume Wärmebedarf
Die über den statischen hydraulischen Abgleich definierten Ventilöffnungen sind z.B.

  • 50%
  • 60%
  • 70%
  • 80%

Ziel ist nun, die Ventile maximal möglich zu öffnen und dabei gleichzeitig eine gleichmäßige Versorgung sicherzustellen.

Das Ventil mit der größten im statischen Abgleich ermittelten Öffnung (Raum 4) wird auf 100% gestellt. Die Ventilöffnung wurde demnach um 25% erhöht.
Die anderen Räume werden um den gleichen Wert (+25%) angeglichen. Daraus ergibt sich nun:

  • 50% * 1,25 = 62,5%
  • 60% * 1,25 = 75%
  • 70% * 1,25 = 87,5%
  • 80% --> 100%

Anschließend wird der dynamische Abgleich auf Basis der neuen Ventilöffnungen erneut gestartet um etwaige kleinere Unstimmigkeiten der initialen Anpassung auszugleichen.

Schlussendlich sorgt Smart-Heat-OS durch die Maximaldurchfluss-Regelung 1. für die maximal möglichen Ventilöffnungen und gleicht 2. das Gesamtsystem immer auf die aktuelle Situation ab.

Effekt: Jeder der 4 Räume erhält in diesem Beispiel in der Aufheizphase um 25% mehr Energie.

Nachvollziehbarkeit aller Stellvorgänge:
Über das in Smart-Heat-OS enthaltene Logmonitor-Modul ist jeder Stellvorgang jedes einzelnen Stellantriebs nachvollziehbar.

Hinweis:
Die Funktionen "automatischer statischer hydraulischer Abgleich" und "Maximaldurchfluss-Regelung" sind aktuell noch nicht verfügbar. Der Release ist im November (statischer Abgleich) und Dezember (Maximaldurchfluss) 2019 geplant. Bereitsverfügbar ist der dynamische hydraulische Abgleich, der innerhalb der Aktivitätsschwellen des FBH-Genius durchgeführt wird. Ein etwaiger statischer hydraulischer Abgleich kann jedoch sehr einfach manuell durchgeführt werden. Hierzu kann der Maximaldurchfluss jedes Stellantriebs ganz einfach unter "Konfiguraion --> Haus & Geräte --> Gateways" eingestellt werden.